Siwa liegt als westlichste Oasengruppe Ägyptens in der lybischen Wüste und erstreckt sich über eine Länge von 80 km und eine Breite von 2-20 km. Als Depressionen liegt Siwa 18 m unter dem Meeresspiegel. Siwa ist die Heimat von 23.000 Einwohnern, welche mehrheitlich der Bevölkerungsgruppe der Berber angehören und die Berbersprache Siwi sprechen - Siwa ist somit die einzige Berbersprachinsel in Ägypten. Charakteristisch für Siwa ist die Fülle an Gärten und Plantagen.
Die Geschichte der Oase Siwa lässt sich bis ins 15. Jh. v. Chr. zurückverfolgen. Ihr Haupttempel, dem Gott Amun geweiht, und ihr Orakel waren weit über die Grenzen des Pharaoenreichs bekannt. Der wohl bekannteste Besucher des Orakels war Alexander der Große.
Sehenswürdigkeiten in Siwa:
Shali - Ruinen von 'Alt-Siwa' - Shali ist der größte Ort der Oase, in dem sich die verlassenen Ruinen des "Alt-Siwas" befinden. Er wurde im 12. Jh. von den Einwohner Siwas zum Schutz vor Nachbarstämmen gegründet.
Tempel des Amun und Amun-Orakel - genau hier befragte Alexander der Große höchstpersönlich das Orakel. Der auf einem Felsvorsprung gelegene Tempel ist allerdings ein Opfer des Zahns der Zeit geworden.
Der Berg 'Al-Dakrur' - Von den Einwohnern Siwas als heiliger Berg angesehen, da seinem weißen Sand Heilkräfte zugeschrieben werden, u.a. gegen Rheuma.
'Al Mauta' oder Der Berg der Toten - Ein gewaltiges Kalksteingebilde, in dem sich Gräber aus pharaonischer und römischer Zeit befinden.
Die Sonnenquelle - Hier soll Königin Kleopatra angeblich gebadet haben, weswegen sie auch 'Kleopatra-Bad' genannt wird. Sie liegt 4 km südlich von Siwa-Stadt.
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