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Der Abstieg begann im 14. Jahrhundert v. Chr., als Luxor seine Position als Hauptstadt verlor. Tempel und Paläste verfielen, wurden zwChr. zweckentfremdet und versanken schließlich im Sand und Geröll. Als Napoleon im Jahr 1798 nach Ägypten kam, folgten ihm eine große Anzahl von Wissenschaftlern. Die Tempel, Paläste und Gräber wurden neu entdeckt und freigelegt.
Die Veröffentlichungen der französischen Expeditionen brachten die Monumente ins Bewusstsein der westlichen Welt und bildeten den Grundstein für ihre archäologische Erschließung. Noch heute ist Luxor eine bedeutende Ausgrabungsstätte, in der eine Reihe von internationalen Archäologen-Teams Ausgrabungen vornehmen. Heute sind die Tempelanlagen von Zerstörung infolge von Versalzung bedroht, eine Auswirkung des Assuanstaudammbaues. Dem aufmerksamen Besucher bleibt dies bei der Besichtigung nicht verborgen.

 

Das bedeutendste Bauwerk auf der Ostseite ist der Karnaktempel ca. 3 km weit entfernt von Luxor. Der arabische Name von Karnak bedeutet so viel wie „befestigter Wall“. Karnak war das Zentrum des religiösen und wirtschaftlichen Lebens Ägyptens während des neuen Reiches. An der Tempelanlage wurde 2.000 Jahre lang gebaut, jeder Pharao versuchte sich hier zu verewigen. Die Tempel von Karnak und Luxor verband eine Sphingenallee, von der noch 58 zu besichtigen sind. Der Tempel von Luxor liegt inmitten in der Stadt und wird „südlicher Harem des Amun“ genannt. Er war Schauplatz umfassender liturgischer Rituale. Am beeindruckendsten und deshalb ein beliebtes Fotomotiv, ist am Eingang der Tempelanlage der Pylon Ramses II. mit dem östlichen Obelisken und zwei Kolossalstatuen. Einer der Obelisken aus dem Luxor-Tempel wurde 1830 vom damaligen Herrscher Ägyptens, Pascha Ali, an die Franzosen verschenkt und steht heute am Place de la Concorde in Paris.

Fährt man auf der Westseite von Luxor in das Tal der Könige,  wird man von zwei gigantischen Statuen, den Memnonskolossen, empfangen. Sie  sind alles, was vom Tempel Amenophis III., dem größten aller thebanischen Tempeln, noch übriggeblieben ist. Auf dieser Seite sind die wichtigsten Tempelanlagen, die der Königin Hatschepsut, die Ägypten 12 Jahre lang regierte, der Tempel von Ramses III. in Medinet Habu (besonders gut erhalten und farbenprächtig) und das Ramesseum, der Gedenktempel Ramses II. Des weiteren befinden sich auf dieser Seite eine sehr große Anzahl von Gräbern, der Herrscher, ihrer Gemahlinnen und Kinder des Neuen Reiches. Es lohnt sich, hier die z.T. sehr gut erhaltenen, farbenprächtigen Grabstätten wichtiger Würdenträger, Adeligen und Handwerkern zu besichtigen. Aufgrund der kunsthistorischen Bedeutung hat die UNESCO diese thebanische Nekropole zum Weltkulturerbe erklärt. Sehenswert in Luxor sind ferner das Luxor-Museum und das Mumienmuseum.

Der Alltag der Menschen ist einerseits geprägt vom Leben mit und von den Touristen aus aller Welt. Andererseits fühlen sie sich den traditionellen Werten der ägyptischen Gesellschaft verpflichtet, in der die Familie und Religion einen hohen Stellenwert haben.
Es ist ein Leben mit Gegensätzen und Widersprüchen. Den Fremden begegnen die Ägypter überaus freundlich, hilfsbereit aber auch sehr geschäftstüchtig. Man tut gut daran, sich hier auf sehr kommunikationsfreudige Menschen einzustellen. In Luxor leben besonders viele Christen, dies kann man daran erkennen, dass viele Geschäfte am Sonntag im Basar von Luxor geschlossen sind. Die offiziellen Zahlen für ganz Ägypten besagen, dass 93 % der Bevölkerung Muslime und nur ca. 6 % Christen sind.

Luxor und seine Umgebung ist das Hauptanbaugebiet für Zuckerrohr. Zur Erntezeit haben die Kinder besonderen Spaß daran, hinter den mit Zuckerrohr beladenen Traktoren und Lastwagen herzurennen und die süßen Stengel aus der Ladung zu reißen. Ein nicht ganz ungefährlicher Spaß.

Auf der Westseite von Luxor gibt es eine Reihe von Kooperativen, bei denen in Handarbeit ebenso mühevoll wie kunstvoll Vasen, Schüsseln, Figuren und vieles andere mehr aus Alabaster hergestellt wird. Der Staat unterstützt dieses Handwerk, in dem er den Verkauf subventioniert. Des weiteren empfiehlt es sich hier, einen Papyrushandwerksbetrieb zu besichtigen und sich die Herstellung von Papyrus erläutern zu lassen. Natürlich wird man danach animiert, die handgemalten bunten Bilder zu kaufen.
Schließlich gibt es auf der Ostseite am Beginn der Karnakstrasse ein Fair Trade Center. Dies ist ein gemeinnütziges Projekt mit dem Ziel, Leute aus den ärmsten Bevölkerungsschichten zu unterstützen. Wer hier einkauft unterstützt u.a. den Fortbestand altägyptischen Handwerks.

 



Luxor - Ost


Tempel von Karnak


Ramses II


Tal der Könige


Dorf in Luxor-West