1975 besuchte der in Österreich lebende Pharmakologe Ibrahim Abouleish seine Heimat Ägypten. Erschreckt von der "Entwicklung" des Landes beschloss er, zurückzukehren. Zwei Jahre später kaufte er 70 Hektar Wüste und machte daraus im Laufe der Jahre eine blühende (Bio)Landschaft.
Nach der staubigen Fahrt von Kairo - die letzten Kilometer hitzeflirrende Lehmpiste - taucht endlich das SEKEM-Symbol auf einer weißgestrichenen Mauer auf. Dahinter mehrere Reihen Eukalyptus-Bäume. SEKEM-Gründer Ibrahim Abouleish pflanzte sie vor 20 Jahren, als er seinen Job als Pharmakologe aufgab und 70 Hektar "unbebautes Land" kaufte. Heute umfasst die SEKEM-Initiative für biologisch-dynamische Landwirtschaft nicht nur die "Mutterfarm" und mehrere Firmen und soziale Einrichtungen. Dazu kommen 150 Bio-Farmen mit einer Gesamtfläche von 2.000 Hektar, deren Produkte SEKEM in Ägypten und im Ausland vermarktet.
(Ronald Steinmeyer in Schrot & Korn)